Bewerbungsfoto für die Ausbildung: ja oder nein?
Muss ein Foto in die Bewerbung? Und wenn ja, welches? Hier liest du, was in Deutschland üblich ist, wie ein gutes Bewerbungsfoto aussieht und welche Fehler du vermeiden solltest.
Brauchst du ein Bewerbungsfoto?
Nein. Ein Foto ist freiwillig, und eine Bewerbung ohne Foto ist vollständig. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz schützt dich davor, wegen Herkunft, Geschlecht, Religion oder Alter benachteiligt zu werden. Deshalb verlangen viele Betriebe heute kein Foto mehr.
Trotzdem schicken viele Bewerberinnen und Bewerber eines mit, weil es in Deutschland lange üblich war. Manche Betriebe, vor allem kleinere, freuen sich darüber. Wenn du ein gutes Foto hast, kann es also helfen. Ein schlechtes Foto schadet mehr, als gar keines.
So sieht ein gutes Bewerbungsfoto aus
- Neutraler, heller Hintergrund: weiß, hellgrau oder hellblau. Keine Wand mit Muster, kein Zimmer im Hintergrund.
- Freundlicher Blick: Schau in die Kamera und lächle leicht. Du musst nicht ernst aussehen.
- Ordentliche Kleidung: so, wie du am ersten Arbeitstag kommen würdest, nur etwas schicker. Für ein Büro zum Beispiel eine Bluse, ein Hemd oder einen Pullover ohne Aufdruck.
- Gutes Licht: am besten Tageslicht von vorn, keine harten Schatten im Gesicht.
- Kopf und Schultern: Das Foto zeigt dich ab der Brust aufwärts. Dein Gesicht nimmt etwa die Hälfte des Bildes ein.
- Aktuell: Das Foto sollte nicht älter als ein Jahr sein.
Fotostudio oder selbst machen?
Ein Fotostudio kennt sich mit Licht und Haltung aus, kostet aber Geld. Mit einem guten Smartphone kannst du auch selbst ein ordentliches Foto machen:
- Stell dich vor eine helle, glatte Wand, mit einem Fenster vor dir.
- Lass jemand anderen das Foto machen, nicht als Selfie. Die Kamera ist auf Höhe deiner Augen.
- Mach viele Fotos und such das beste aus.
- Bearbeite es höchstens leicht: etwas Helligkeit, gerade ausrichten. Keine Filter.
Wo das Foto hinkommt
Das Foto gehört in den Lebenslauf, oben rechts neben deine persönlichen Daten. Ins Anschreiben kommt kein Foto. Manche Bewerber machen ein eigenes Deckblatt mit Foto, das ist für eine Ausbildung aber nicht nötig.
Das übliche Format ist etwa 3,5 mal 4,5 Zentimeter, so wie ein Passfoto, nur nicht so streng. Im Generator lädst du dein Foto im ersten Schritt hoch. Es wird automatisch auf dieses Format zugeschnitten und bleibt auf deinem Gerät.
Typische Fehler
- Selfie oder Urlaubsfoto: Man sieht den ausgestreckten Arm, den Strand oder die Freunde daneben.
- Ausgeschnittenes Partyfoto: Der Rest einer Schulter oder eines Arms am Bildrand verrät es.
- Starke Filter: Weichzeichner, Hasenohren und Farbfilter gehören nicht in eine Bewerbung.
- Sonnenbrille, Kappe oder Kopfhörer: Dein Gesicht soll gut zu sehen sein. Eine Kopfbedeckung aus religiösen Gründen ist natürlich in Ordnung.
- Sehr altes Foto: Wenn du im Vorstellungsgespräch ganz anders aussiehst, wirkt das seltsam.
Wenn du dich aus dem Ausland bewirbst
In vielen Ländern gehört kein Foto zur Bewerbung, in Deutschland ist es freiwillig, aber verbreitet. Wenn du unsicher bist, schick lieber ein gutes Foto mit als ein schlechtes. Mehr dazu, was in eine Bewerbung in Deutschland gehört, liest du im Artikel Lebenslauf für die Ausbildung.